felicitas klingler

Systemische Therapeutin

Therapie & Beratung für Frauen*

Was ist Systemische Therapie & Beratung für Frauen*?

Aus verschiedenen Studien wissen wir, dass Geschlechtervorstellungen und Rollenbilder auch in Psychotherapie- und Beratungskontexten wirken. Da die Reflektion dieser aber in der Regel nicht Teil psychotherapeutischer Ausbildungen sind, können wir nicht davon ausgehen, dass Frauenbilder immer ausreichend reflektiert werden. In meiner Arbeit vertrete ich eine feministische Perspektive und hinterfrage gesellschaftliche Geschlechtervorstellungen dahingehend, ob sie für meine Klientinnen einschränkende Wirkung haben.

Der Systemische Therapieansatz eignet sich dafür besonders gut, da er ebenso wie feministische Theorien den Menschen in seinen Lebenszusammenhängen (System) betrachtet: Ein Symptom bzw. ein Konflikt wird als im sozialen Kontext entstanden gesehen und nicht dem Individuum allein zugeschrieben. Ziel der Systemischen Therapie und Beratung ist es, für die Klientin* unterschiedliche, neue Perspektiven zu eröffnen und sie durch  Ressourcenorientierung entscheidungs- und handlungsfähig zu machen: sie kann etwas verändern, muss es aber nicht. Die Systemische Therapie und Beratung nutzt dafür vor allem Fragetechniken, wenn es passt aber auch vielfältige Methoden. Diese können beispielsweise Sprachbilder, die Arbeit mit Gegenständen oder Geschichten sein.

Mehr über die Systemische Therapie und geschlechtersensibles Arbeiten erfahren Sie in meinem Vortrag bei Alumni Göttingen hier.

Über mich

Feministische Themen und Ansätze haben mich immer interessiert und bewegt. Während meines Studiums der Erziehungs- und Islamwissenschaft habe ich mich intensiv mit Frauenprojekten in Deutschland wie auch der Türkei auseinandergesetzt und bin seitdem in feministischen und Diversity-Kontexten tätig.

Die therapeutische und beraterische Arbeit gefällt mir so gut, weil sie es mir ermöglicht, vielfältige Erfahrungszusammenhänge zu betrachten, Klientinnen in diesen zu unterstützen und zu begleiten sowie damit meinen eigenen Horizont zu erweitern. Ich sehe meine vornehmliche Aufgabe darin, einen wertschätzenden Rahmen zu schaffen, in dem Frauen* ihre Anliegen frei artikulieren und ihnen offen begegnen können.

Ausbildung & berufliche Erfahrung

seit 06/2022: Weiterbildung Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung, Zentrum für Psychotraumatologie e.V. Kassel

seit 02/2022: Weiterbildung zur psychosozialen Prozessbegleiterin

2017-2021: Weiterbildung Systemische (Familien-) Therapie und Beratung, Kasseler Institut für Systemische Therapie und Beratung e.V.

seit 10/2021: Ambulante Betreuung von Frauen mit Psychiatrieanbindung

seit 2017: Beratung in der Offenen Sprechstunde der Therapeutischen Frauenberatung Göttingen e.V.

2019-2021: Projekt der Karriereberatung von strukturell benachteiligten Studierenden

2012-2019: Promotion in der Geschichtsdidaktik

2001-2009: Studium der Erziehungs- und Islamwissenschaft

Fortbildungen

  • „Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* in Niedersachsen – eine interdisziplinäre Fachtagung“, Koordinierungsstelle der nds. Frauen- und Mädchenberatungsstellen gegen Gewalt
  • „Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt – ein interdisziplinärer Online-Kurs“, Universitätsklinikum Ulm / SOFFI F./FIVE Freiburg
  • „Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) als Folge von Gewalterleben bei Frauen und Mädchen“, Therapeutische Frauenberatung e.V. Göttingen
  • „5. Göttinger Symposium Traumatherapie“, Asklepios Fachklinikum Göttingen

Relevante Publikationen

  • Workbook – von der Uni in den Beruf, zusammen mit Dr. Susanne Jörns & Stefanie Straßer, 2021, www.career.uni-goettingen.de/diversitaet
  • „Career Paper“ sowie „Audio-Expertinneninterviews“ für Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, Mosaiklebensläufen und studierende Eltern, zusammen mit Kolleg*innen, 2020/2021, www.career.uni-goettingen.de/diversitaet
  • „Feministische Bildungsarbeit zu Gewalt gegen Frauen in der Osttürkei”, Peter Lang Verlag, 2011

Ich unterstütze Sie …

… wenn Sie:

  • in einer Frage, mit Belastendem oder Erlebtem selbst und/oder mithilfe Ihres sozialen Umfeldes nicht mehr weiterkommen und Leidensdruck entsteht
  • etwas nicht einordnen können
  • sich mit Ihrer privaten oder beruflichen Situation nicht wohlfühlen

    Beratung zielt auf die Lösung eines konkreten Problems ab, während Therapie hier stärker in die Tiefe geht und grundlegende Themen bearbeitet. Es kann sein, dass ein Beratungsanliegen zu einem Therapieanliegen wird oder umgekehrt.

    Mein Angebot im Überblick

    • Aktuell freie Plätze: 2
    • Preis: 80 Euro/50 Minuten – bei geringen Einkommen nach Absprache
    • flexible Termingestaltung: in Präsenz, als Videokonferenz oder telefonisch
    • Terminvergabe auch in Randzeiten möglich
    • schnelle Platzvergabe
    • Möglichkeit, des Übergangs von Beratung in Therapie und umgekehrt
    • unkonventionelles und individuell angepasstes Arbeiten (z.B. keine Vorgaben der Krankenkassen)
    • Überbrückungsmöglichkeit bis zum Erhalt eines kassenzugelassenen Therapieplatzes
    • Therapie- und Beratungsstunden in Präsenz finden in Räumlichkeiten in der Südstadt statt.
    • Besteht der Bedarf für einen barrierenfreien Zugang, so können Räumlichkeiten in der Innenstadt genutzt werden.

    Wie läuft eine Sitzung ab?

    Jede Sitzung hat drei Teile, in denen ich zum Beispiel mit folgenden Fragen arbeite:

    Klärung des Anliegens

    • Um was geht es mir?
    • Was könnte ein gutes Ergebnis für diese Sitzung sein?

    Bearbeitung des Anliegens

    • Welche Lösungsversuche gab es bereits?
    • Wer oder was hat mich unterstützt / unterstützt mich?

    Reflektion der Sitzung

    • Was war in dieser Sitzung hilfreich?
    • Was möchte ich ggf.  ausprobieren?